Lieblingsvideos 2017

Nennungen

Einfacher Effekt, große Wirkung: Patrick Jf. Smith, der Regisseur des Videos zu Moor Mothers Track By The Light, lässt die Musikerin des Nächtens im Strahlerkegel auf der Straße Wut und Verzweiflung auspacken. Und die Hardcore-Poetin Camae Ayewa aus der US-Metropole Philadelphia trägt eine ganze Tonne davon mit sich herum. Im Hintergrund wird ein verzerrter Heavy-Metal-Sound abgespult, bei dem andere Stimmen sicherlich versucht wären, kreischend die Oberhand zu gewinnen. Dank ihrer Gravität hat Moor Mother so etwas nicht nötig.


War Romano, der musikalische Hauptmann von Köpenick, tatsächlich in Hongkong? Oder ist er für den folgenden Clip nur in die Wolkenkratzer-Kulisse der ehemaligen britischen Kronkolonie reinkopiert worden. Am Ende tritt der Entertainer aus einem China-Restaurant – in Berlin-Marzahn. Jakob Grunert, Romanos Hausregisseur und Mentor, hat da ein wirklich geiles Video in Überlänge und -größe abgeliefert, während Moritz Friedrich, auch bekannt als Siriusmo, und Zenke den Sound für den Track Copyshop kongenial aus Trap, Trip Hop und Miami Bass zusammengeschustert haben. Cultural appropriation at it’s best. Zumal auch noch Hongkongs Homie MastaMic einen Auftritt bekommt. Obendrauf gibt’s die Räuberpistole, dass Romano einst die größte Katze in der Kopierladen-Szene Köpenicks gewesen sei. Im Grunde genommen ist die ganze Unternehmung der Herren Grunert & Romano eine Referenz auf das fotografische Werk von Andreas Gursky – und der hat es ja bekanntlich in den Fächern Übergröße, Montage und Kopie zur absoluten Meisterschaft gebracht.  

Im Video zu dem Song Mother der britischen Band Idles geht eine Menge Porzellan zu Bruch. Damit der Frontmann gerade mal drei Minuten lang eine Art Polterabend simulieren kann, hat man für ihn aber auch den allerscheußlichsten Kitsch zusammengesucht. Gedreht wurde der Clip im Dilston Grove im Südlondoner Southwark Park. Der 1909 errichtete ehemalige Sakralbau ist einer der frühesten Betonkonstruktionen in Großbritannien, heute dient er der CPG, einer von Künstlern geführten Galerie, als Ausstellungsraum. Und irgendwie mutet der Akt der Zerstörung, den der Idles-Sänger Joe Talbot da vollzieht, ja auch wie ein religiöses Ritual an, weshalb das Dilston Grove als Schauplatz der Handlung so gut passt. Huldigt Talbot da seiner Mutter, die er zugleich besingt und die womöglich auch die Frau auf dem großen Foto ist, das an der Wand hinter dem Tisch mit dem Geschirr hängt?

Das Video für den Track Give Me Your Money wurde schon im Jahr 2015 veröffentlicht, ist aber jetzt erst bis zur eareyeam-LeserInnenschaft durchgedrungen: Der große russische Nachbar Little Big lädt den kleinen estnischen Rapper Tommy Cash zu sich nach Hause ein und als Ergebnis dieser Freundschaftsfahrt kommt eine Art osteuropäische Antwort auf Die Antwoord heraus. Der Trash, den Ninja und Yolandi für gewöhnlich aus den Untiefen der südafrikanischen Gesellschaft hervorzaubern und in ihren Clips grell ausleuchten, wird von seinem postsowjetisch-orthodoxen Pendant an Abfucktheit noch um ein Vielfaches überboten. Hier stinkt’s nach Weihrauch, Männerschweiß und Billigfusel. Bedient werden alle Ressentiments des Westens – soll der Hipster doch Ohrenkrebs von billigster Technopolka bekommen. Am Ende freut man sich aber trotzdem, dass Tommy Cash in Putins La La Land seine große Liebe gefunden hat. Eminem wird der Einladung von Little Big bestimmt nicht widerstehen können.

Kaum in der Adventsausgabe 2017 erschienen und schon im LeserInnen-Poll gelandet: der von Kolfinn Nikulásdóttir produzierte Clip zum Track Reppa Heiminn, den die eareyeam-Lieblingsrapperinnen von Reykjavikurdaetur zusammen mit ihrer Sista Ragga Holm aufgenommen haben. Holm ist inzwischen festes Mitglied in dem sich ständig verändernden All-Female-Kollektiv. Ihr Part bei Reppa Heiminn war also so etwas wie ihre Bewerbungsrede. Und man muss ihr konstatieren: Det hattse rischtisch jut jemacht, ihr Flow ist schneller als der Vulkan Eyjafjöll Lava ausspucken kann. Die Regie für den Clip besorgte Kolfinna Nikulásdóttir, die ihre Mitschwestern nicht nur zum ausdauernden Arschwackeln anhielt, sondern auch dazu, sich in der KFC-Filiale von Reykjavik so daneben zu benehmen, dass wohl nur die zunehmende Prominenz von Reykjavikurdaetur ein Hausverbot für die Ladies verhinderte. Ach ja, und weiterhin muss festgestellt werden, dass die Pussy-Posse sich auch mit Reppa Heiminn musikalisch auf der Höhe der Zeit befindet – dank der Bastelei der beiden Jungs von BLKPRTY, mit denen Reykjavikurdaetur gerade eine etwas beständigere Kollaboration eingangen ist, gibt es doch mit Bossy einen weiteren Track von dieser Girls-&-Boys-Partnership.

Ein sehr schönes Video hat Annlin Chao für den Song Memories Are Now geschneidert. Seine strenge Kadrierung und visuellen Effekte lassen den Clip zu einem Gemälde werden, das immer wieder ins Kubistische changiert. Einige Sequenzen erinnern tatsächlich an Picasso-Gemälde, und der spanische Maler hat ja auch immer wieder eine Gitarre ins Bild gesetzt, im Video wird sie von Jesca Hoop wie ein Bass gezupft. Memories are Now lebt von der Spannung zwischen minimalistischer Instrumentierung und dem üppigen, choralen Gesang – ein Lied, das die Kalifornierin Jesca Hoop, die doch tatsächlich schon ein paar Jahre im englischen Manchester lebt, schließlich auch zum Titel ihres fünften Studioalbums gemacht hat, das im Februar 2017 erschien. Es ist Hoops erstes auf dem berühmten SubPop-Label aus Seattle. SubPop hat selbst ein feines Näschen dafür, wann es an der Zeit ist, auch schon länger gedienten MusikerInnen ein gutes Einstiegsangebot zu machen.

Wäre ja auch seltsam gewesen, wenn es dieses Video nicht in den LeserInnen-Poll geschafft hätte: In ihm macht Eminem klar, was er von Donald Trump Jr. hält – nüschte! Das ist umso bemerkenswerter, als der Rapper aus Detroit genauestens um die personellen Überschneidungen zwischen seiner eigenen Fanbase und der WählerInnenschaft der losen Kanone im Weißen Haus weiß. Beide sind sie der feuchte Traum der weißen Männer aus dem Rostgürtel, die gerne gegen das Establishment wüten. Aber im untenstehenden Clip spricht der jüngere der beiden Obernarzissten die entscheidenden Worte aus: „And any fan of mine who’s a supporter of his / I’m drawing in the sand a line: you’re either for or against / And If you can’t decide who you like more and you’re split / On who you schould stand beside, i’ll do it for you with this: Fuck you!“ Danke für soviel Klarheit! Da sieht man auch schonmal darüber hinweg, dass Eminems Bashing-Performance doch arg shakespearehaft rüberkommt, sein Flow an anderer Stelle weitaus besser zu grooven vermag als an dieser. Die über 226.000 dislikes, die der Rapper aus Detroit bisher für seinen Anti-Trump-Freestyle bei Youtube eingefahren hat, sind dennoch gewiss nicht ästhetischen Erwägungen geschuldet. Fraglich ist, ob die vom Eminem-Glauben Abgefallenen sich stattdessen jetzt das neue Kanye-West-Album zulegen werden. Farbenblindheit ist ihre Tugend eher nicht, mag Kim Kardashians Ehemann sich noch so viele MAGA-Caps aufsetzen.

Achtung: Der folgende 22-minütige Clip Volume 1 – Rakka ist nichts für zartbesaitete Gemüter. Er erzählt von einer nicht so fernen dystopischen Zukunft, in der außerirdische Wesen auf der Erde landen und die Menschen, die ihnen über den Weg laufen, entweder eliminieren oder versklaven. In der Hauptrolle ist die legendäre Schauspielerin Sigourney Weaver zu sehen. Sie führt eine Gruppe Überlebender an, die dieser Invasion von Aliens entgegen aller Wahrscheinlichkeit Paroli zu bieten vermag. Gedreht wurde der Kurzfilm in den Oats Studios, die erst 2017 von dem kanadischen Filmemacher Neil Blomkamp gegründet worden sind. Blomkamp ist bekanntlich der Regisseur des megatollen Sci-Fi-Films District 9 aus dem Jahr 2009, nun versucht er, mit den Oats Studios schwerfällige Produktions- und Distributionsstrukturen zu umgehen, um so im Netz umstandslos interessante und gewagte Filmexperimente verbreiten zu können. Im Portfolio seines Unternehmens haben sich in kürzester Zeit schon einige skurrile Streifen angesammelt, darunter auch mehrere Episoden einer rabenschwarzen Küchenshow.

In dem Clip zum Gorillaz-Track Saturnz Bars schickt Comiczeichner und Animationsfilmer Jamie Hewlett die vier fiktiven Mitglieder der Band über Nacht in ein Geisterhaus, das tatsächlich einem in der Realität existierenden verlassenen Gebäude in Detroit nachempfunden ist. In dieser Bruchbude werden – wie nicht anders zu erwarten – die Albträume von Stuart „2D“ Pot, Noodle, Murdoc Niccals und Russel Hobbs zur Realität. Unter dem Youtube-Video hat eine Kommentatorin scharfsichtig angemerkt, dass das Quartett dort auf recht drastische Weise mit seinen ganz persönlichen Problemen konfrontiert wird: Russel mit seiner Schlaflosigkeit, Noodle mit ihren Angstzuständen, 2D mit seiner Essstörung und schließlich Murdoc mit seinem Drogenkonsum. Hewlett findet für diesen Reigen individueller Komplikationen sehr einprägsame, zwischen Horror und Komik schwankende Bilder. Saturnz Bars ist im übrigen die erste Single-Auskopplung von Humanz, dem fünften Gorillaz-Studioalbum, das im April 2017 veröffentlicht wurde. Für den Track arbeitete Gorillaz-Mastermind Damon Albarn auch zum ersten Mal mit dem jamaikanischen Dancehall-Sänger Popcaan zusammen. Sehr schräg: Popcaans Stimme wird im Clip bisweilen von einem ziemlich hässlichen Stück Pizza gelipsynct. Übrigens steht mittlerweile die sechste Gorillaz-LP in den Plattenläden. Sie ist im Juni erstmals ausgeliefert worden und heißt The Now Now.

Den Clip zu Sky is the Himmel veröffentlichte das Volksmusik-Duo Icke & Er zwar schon im Herbst 2016, aber ein eareyeam-Leser hat sich erst 2017 in ihn verknallt. Die Lyrics sind ja auch eine charmante Ansammlung von mehr oder weniger blöd-wurstigen Aussprüchen wie zum Beispiel „Liebe Freunde, wenn ihr ’ne Frage habt, schreibt die auf ’ne Postkarte und steckt sie Euch irgendwohin“. Solche Statements kann fast niemand so gut performen wie Icke, während Er immer noch die Berliner Ausgabe von Andrew Fearn darstellt. Der Sound ist wie immer bei den beiden Jungs sehr laid back, denn kein Ton darf nach Anstrengung klingen. Als Ort des eigenen unaufhaltsamen Aufstiegs ins Himmelreich hat Icke & Er sich das Hochhausviertel Heerstraße Nord im Berliner Bezirk Spandau ausgewählt. So nah war das Duo dem Paradies wahrscheinlich noch nie. Video und Track erweisen sich als erstaunlich aktuell: Kim Yong-il gibt darin einen Fingerzeig und irgendwo kriegt Kanye West mal wieder auf die Fresse.

Das Video zum letztjährigen Gassenhauer Despacito von Luis Fonsi und Daddy Yankee ist mit bisher 4,7 Milliarden Aufrufen bei Youtube das meistgeklickte aller Zeiten. Trotzdem kommt es in dieser Kategorie nicht vor, stattdessen findet ein Werbeclip von Antenne Niedersachsen Eingang, in dem drei Italienisch sprechende Insassen eines Fahrzeugs über Despacito kräftig abkotzen, um schließlich doch lauthals mitzusingen, während der Ohrwurm aus dem Autoradio dröhnt. Okay, dieses Filmchen kann das grottenschlechte Musikprogramm von Antenne Niedersachsen mit den obligatorischen besten Hits aus den siebziger, achtziger und neunziger Jahren gewiss nicht rehabilitieren, lustig ist es dennoch. Oder wird hier den Italienerin eigentlich unterstellt, sie seien nur neidisch darauf, dass die großen internationalen Sommerhits schon seit langem aus spanischer und lateinamerikanischer Produktion stammen, während Rimini ratlos in die Röhre guckt?

Und nochmal steht US-Präsident Trump im Mittelpunkt eines Videos, das es in diese Kategorie des eareyeam-LeserInnen-Polls 2017 geschafft hat: In seiner HBO-Late-Nite-Show Last Week Tonight seziert Moderator John Oliver so unerbittlich wie unterhaltsam den Lügen-Loop zwischen Trump und den morgendlichen Sendungen im Kabel-TV, deren treuester Konsument der Mann im Weißen Haus ist, wie sich anhand seiner Tweets leicht nachweisen lässt. Wirklich genial ist die Idee der Late-Nite-Show-Macher, der trumpistischen Fake-Reality damit beizukommen, dass der vertrauenswürdige Educational Cowboy aus der Kabel-TV-Werbung, die Donald beim Dauerglotzen mit auf die Netzhaut gebrannt kriegt, unter seinen Text ein paar harte Facts mischt, die der Präsident sonst niemals erfahren würde. Doch bleibt zwischen Wahrnehmung und Sprechakt leider das Hirn des Potus geschaltet und deshalb wird ewig diese Frage im Raum stehen: „What does Trump mean when he says words?“

Yelle-Sängerin Julie Budet ist ja praktisch für jeden Unsinn zu haben. Der Clip zum Track Interpassion, den ihr Lebensgefährte und Bandkompagnon Jean-François Perrier zusammen mit Thibault Maîtrejean gedreht hat, dokumentiert, wie sie in einer Turnhalle gymnastische Übungen absolviert. Budet strampelt und reckt sich in einem Bildausschnitt mit dem für Videos außergewöhnlichen Seitenverhältnis 1:2 – oft entlang der Mittellinie des Ballspielfeldes. Eareyeam hat schon originellere audiovisuelle Arbeiten der Elektro-Combo aus der Bretagne gezeigt, zum Beispiel in der Adentsausgabe 2015 den Clip für das kurze Stück Moteur Action. Doch immerhin ist die Botschaft von Interpassion sympathisch, gerade in Zeiten der zunehmenden nationalistischen Abschottung. Yelle liebt die Interaktion mit Anderssprachigen, auch wenn Budet in der Halle ganz alleine eine spezielle Form von Aerobic praktiziert. Eine neue Yelle-Platte ist übrigens nicht in Sicht. Die Band hat, wie sie unlängst verkündete, gerade keinen Bock auf die übliche Veröffentlichungsroutine. Sie wird aber auf jeden Fall im Line-Up diverser französischer Sommerfestivals zu finden sein.

Wer zum Teufel ist denn Beide Messies? Ach schau an: Laut seiner eigenen Webseite formierte sich das Duo 2007 in Berlin. Es besteht aus dem Tänzer und Songwriter Andreas A. Müller und dem Cellisten und Komponisten Bo Wiget. Dass die beiden Künstler seitdem ein Ultramegageheimtipp geblieben sind, dokumentiert die Klickzahl für ihr Video Der Wetterbericht (geht immer), welches schon 2009 auf Youtube veröffentlicht wurde. In acht Jahren gab es ganze 325 Zugriffe. Dabei könnte man sie gut als amtliche Nachfolger von Foyer des Arts promoten, jenes musikalischen Projekts von Max Goldt, das in den achtziger Jahren mit so tollen Titeln wie Wissenswertes über Erlangen und Schimmliges Brot glänzte. Stimmlich liegen Müller und Wiget wirklich nicht sehr weit entfernt von Goldt, allerdings ist der Humor von Beide Messies weitaus verschrobener als der von Foyer des Arts. Im übrigen gibt es kein halbwegs aktuelles Lebenszeichen von Beide Messies. Ist das Duo etwa hinter seinen Stapeln gesammelter Absurditäten eingeklemmt?

Ah, ein weiterer Song für die eareyeam-Rubrik Der Sound zur Verdrängung – diesmal aber ausgesucht von einer LeserInnen-Poll-Teilnehmerin. Gentrif*ick Dich von Deutschland3000 hat ein ganz ähnliches Thema wie das Stück Sankt Pauli hat uns ausgespuckt von Bernd Begemann & Die Befreiung, das im Adventskalender 2015 versteckt war: an den Rändern der Strand – Innenstadt war gestern. Hinter dieser musikalischen Huldigung der Peripherie steckt die Moderatorin und Journalistin Eva Schulz, die im Auftrag und mit finanzieller Unterstützung des Rundfunk Berlin Brandenburg eben seit Sommer 2017 das Infontainment-Format Deutschland3000 in die “Sozialen” Netzwerke bläst. Relevante politisch-gesellschaftliche Themen sollen so einem jungen Publikum vermittelt werden, für das etwa die Süddeutsche Zeitung oder das ARD-Magazin Monitor Medien von einem anderen Stern sind, das sich aber leicht mit der Person der quirligen und neugierigen Eva identifizieren kann. Beim Überfliegen der bisher auf dem Youtube-Account von Deutschland3000 geposteten Beiträge lässt sich feststellen, dass die gute Eva sich wirklich Mühe gibt, eine große Bandbreite an Themen zu bearbeiten: vom wissenschaftlichen Prekariat bis zur Ehe für alle. Ihre Position ist dabei doch recht eindeutig progressiv. Zu recht ist Deutschland3000 für den Grimme Online Award 2018 nominiert worden.

Huch, von der Frankfurter Schule ist plötzlich nur noch eine Klasse übriggeblieben. Und in der müssen die Komiker Tim Karasch und Jochen Döring nachsitzen. Aus lauter Frust haben die sich dabei gleich 12 verschiedene Charaktere ausgedacht, die sie in ihrem aktuellen Programm Geh Ma Bitte Nach Hause verkörpern – und zwar nicht nur auf hessischen Kleinkunstbühnen. Als Zeynep Tilki und Nabil Masaad versuchen Döring und Karasch im folgenden, schon 2013 entstandenen Video mittels Smartphone-Kommunikation im First Life zueinanderzufinden. Klappt nicht so gut. Ein speziellen Sitzauftritt auf der Parkbank bekommt Henni Nachtsheim. Ja, genau: Nachtsheim hatte einst bei den Rodgau Monotones Die Hesse komme gesungen und war ab Mitte der achtziger Jahre die eine Hälfte des Comedy-Duos Badesalz. Nun ist er FAZ-Leser. Falls Ihr jetzt übrigens auf einen Clip hofft, der mehr als einmal von Poll-TeilnehmerInnen gelistet worden ist: Fehlanzeige – in der Lieblingsvideokategorie herrscht derzeit ein strenger Individualismus.

Auch noch: Idles: Stendhal Syndrome / Casa Patas, Flamenco en vivo #277 – Fin de Fiesta con La Truco y su gente / Hamster und das Motorboot (Episode 1) / Queens of the Stone Age: The way you used to do / Zugezogen Maskulin: Was für eine Zeit / Father John Misty: Pure Comedy / The Roots feat. Bilal: Tiny Desk Concert / Afrojuice 195: Paulo Dybala / Missy Elliot: I’m better / Oumou Sangaré: Kamelemba / Gorillaz feat. Grace Jones: Charger / Dirk von Lowtzow: I want a dog / Kendrick Lamar: Humble / Oats Studios: Volume 1 – Zygote / Oats Studios: Volume 1 – Firebase / Jlin: Carbon 7 / David Lea: On sunday / Gorillaz: Garage Palace / La Chica: Be able / La Chica: Oasis / Charisma.com: Hate/ Bilderbuch: Bungalow / Beide Messies: Letztes Liebes Lied / GloReiche & BizimKiez AG Cuvry Spree: Zalando-Retour / MetroZones: Cosmopolitics

Hier geht es zu den Lieblingssongs 2017

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